Als kindliche Aphasie bezeichnet man den Verlust bzw. Einschränkungen
                                bereits erworbener Sprachfähigkeiten (Sprechen, Verstehen, Lesen, Schreiben)
                                als Folge zentralorganischer Schädigung (z.B. Entzündung, Verletzung, Tumor,
                                Gefäßerkrankung) während der Sprachentwicklung bzw. nach weitgehend
                                abgeschlossenem Spracherwerb.

                                Bei Schädigung im frühen Kindesalter (24-30 Monate) erlöschen häufig alle Sprachleistungen
                                für eine bestimmte Zeit. Die normale Sprachentwicklung setzt verspätet ein, ohne dass eine
                                Störung zurückbleibt.

                                Schädigungen im Vorschulalter (3-6 Jahre) führen oftmals ebenfalls zu einer rückläufigen Aphasie.
                                Während das Kind seine Aphasie überwindet, schreitet die Sprachentwicklung in Bezug auf
                                Sprachverständnis, Artikulation, Grammatik und Wortschatz fort.
   
                                Im Schulalter erworbene Aphasien werden nicht immer vollkommen störungsfrei überwunden.
                                Fehlleistungen treten in den Bereichen Lesen, Schreiben und Wortfindung auf und ähneln der
                                Symptomatik erwachsener Aphasiker.
   
                                Ab der Pubertät gleicht die Aphasie der Jugendlichen der der Erwachsenen.